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Grundlagen und Begriffe

FIN finden: die Fahrzeug-Identifizierungsnummer

Ohne FIN kein Online-Antrag. Wo die Nummer in den Papieren und am Fahrzeug steht, woran Sie erkennen, dass Sie die richtige abgelesen haben, und wofür die Zulassungsbehörde sie braucht.

Auch für Fahrzeuge ohne Sicherheitscodes, für die das Behördenportal nicht funktioniert. Sie geben Kennzeichen und Daten ein, den Behördengang übernimmt der Dienstleister.

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Kurz gesagt

Die FIN steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II jeweils im Feld E. Am Fahrzeug ist sie dauerhaft eingeschlagen und auf dem Typschild vermerkt. Bei vielen Fahrzeugen lässt sie sich durch ein kleines Sichtfenster am unteren Rand der Windschutzscheibe ablesen. Sie hat immer 17 Stellen aus Ziffern und Großbuchstaben. Die Buchstaben I, O und Q kommen darin nicht vor, Umlaute und Sonderzeichen ebenso wenig. FIN, VIN und Fahrgestellnummer bezeichnen dieselbe Nummer.

Was die FIN ist

Die FIN ist das eindeutige Kennzeichen eines einzelnen Fahrzeugs. Amtlich heißt sie Fahrzeug-Identifizierungsnummer. In der Alltagssprache und in Suchmasken steht meist „Fahrzeugidentifikationsnummer“. Gemeint ist dasselbe. Anders als das Kennzeichen gehört sie nicht zur Zulassung, sondern zum Fahrzeug. Vergeben wird sie bei der Herstellung. Danach bleibt sie bei jedem Halterwechsel, jedem Umzug und jedem Kennzeichenwechsel gleich und ändert sich auch dann nicht, wenn das Fahrzeug außer Betrieb gesetzt wird. Was eine Außerbetriebsetzung sonst bewirkt und was sie ausdrücklich nicht bewirkt, erklärt der Ratgeber Auto stilllegen oder abmelden.

Für die Zulassungsbehörde ist die FIN der Schlüssel zum Fahrzeugregister. Über sie werden die technischen Daten, der Halter und der Zulassungsstatus zusammengeführt. Deshalb fragen Portale und Formulare sie ab, bevor überhaupt ein Vorgang startet. Und deshalb scheitert ein Online-Antrag, in dem eine einzige Stelle falsch übertragen wurde.

Wo die FIN in den Fahrzeugpapieren steht

In der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem früheren Fahrzeugschein, trägt sie die Feldkennung E. In der Zulassungsbescheinigung Teil II, früher Fahrzeugbrief, steht sie im selben Feld E. Die Buchstaben vor den Einträgen hat sich nicht die einzelne Behörde ausgedacht. Die Feldkennungen der Zulassungsbescheinigung sind europaweit vereinheitlicht. Eine Zulassungsbescheinigung aus einem anderen Mitgliedstaat führt die FIN deshalb an derselben Stelle, auch wenn die Beschriftung drumherum in einer anderen Sprache steht.

Zwei Zahlenfolgen werden dabei regelmäßig verwechselt. Die FIN in Feld E ist 17 Stellen lang und enthält Buchstaben. Rein numerische Angaben in den Papieren, etwa die Herstellerschlüsselnummer und die Typschlüsselnummer in den Feldern 2.1 und 2.2, sind etwas anderes und für die Abmeldung nicht gefragt. Welche Papiere Sie für den Vorgang tatsächlich zusammensuchen müssen, listet die Unterlagen-Checkliste.

Wo die FIN am Fahrzeug selbst steht

Die FIN muss dauerhaft am Fahrzeug angebracht sein. Sie ist dafür in die Karosserie beziehungsweise den Rahmen eingeschlagen und zusätzlich auf dem Typschild, dem Fabrikschild, vermerkt. Bei vielen Personenkraftwagen ist sie außerdem durch ein kleines Sichtfenster am unteren Rand der Windschutzscheibe von außen ablesbar, meist auf der Fahrerseite.

Findet sich dort nichts, hängt die Stelle von der Bauart ab. Verbreitet sind der Motorraum, der Bereich der Türöffnung mit dem Typschild und der Beifahrerfußraum unter der Bodenmatte. Bei Zweirädern ist die Nummer üblicherweise am Rahmen eingeschlagen. Eine für alle Modelle gültige Position gibt es nicht. Welche Stelle Ihr Fahrzeug hat, steht in der Betriebsanleitung des Herstellers.

Beim Ablesen am Fahrzeug lohnt sich ein Foto statt einer handschriftlichen Notiz: Eingeschlagene Nummern sind schräg beleuchtet oft schwer zu lesen. Der häufigste Übertragungsfehler ist die Verwechslung von 0 und O oder 1 und I, obwohl es die beiden Buchstaben in einer FIN gar nicht gibt.

Wie eine FIN aufgebaut ist

Eine FIN hat genau 17 Stellen. Erlaubt sind Ziffern und Großbuchstaben. Drei Buchstaben sind ausgenommen. I, O und Q kommen nicht vor, weil sie sich in vielen Schriftarten kaum von den Ziffern 1 und 0 unterscheiden lassen. Was Sie in einer FIN für ein O halten, ist eine Null.

Ebenso wenig enthält eine FIN Umlaute oder Sonderzeichen: Kein Ä, Ö oder Ü, kein ß, keine Bindestriche, keine Leerzeichen und keine Punkte. Wird die Nummer in Papieren oder Verträgen zur besseren Lesbarkeit gruppiert dargestellt, gehören die Trennzeichen nicht dazu. In ein Antragsfeld gehören die 17 Zeichen am Stück.

Was wir hier nicht aufschlüsseln

Im Netz kursieren Tabellen, die jeder einzelnen Stelle der FIN eine Bedeutung zuweisen – Werk, Modelljahr, Motorvariante. Die Belegung der hinteren Stellen legen die Hersteller jedoch weitgehend selbst fest, und eine herstellerübergreifend verbindliche Deutung können wir nicht belegen. Deshalb steht hier keine. Für jeden Behördenvorgang ist ohnehin nur die vollständige Nummer relevant, nicht ihre Zerlegung.

FIN, VIN und Fahrgestellnummer

Drei Begriffe, eine Nummer. FIN steht für Fahrzeug-Identifizierungsnummer und ist die im deutschen Recht verwendete Bezeichnung. VIN ist schlicht die englische Fassung desselben Begriffs, Vehicle Identification Number. Sie begegnet Ihnen in Werkstattsystemen, Ersatzteilkatalogen und internationalen Fahrzeugbörsen. Fahrgestellnummer schließlich ist der ältere deutsche Ausdruck aus der Zeit, als Fahrgestell und Aufbau getrennte Baugruppen waren. Wer nach dem Unterschied zwischen VIN und FIN sucht, sucht nach einem Unterschied, den es nicht gibt: Alle drei bezeichnen dieselben 17 Stellen.

Wofür Sie die FIN bei der Abmeldung brauchen

Am Schalter der Zulassungsstelle müssen Sie die FIN nicht kennen, denn sie steht in den Papieren, die Sie ohnehin mitbringen. Entscheidend wird sie beim Online-Weg: Für die internetbasierte Außerbetriebsetzung über i-Kfz weisen Sie das Fahrzeug über die FIN und die verdeckten Sicherheitscodes aus, die unter den Feldern der Zulassungsbescheinigung Teil I und auf den Stempelplaketten der Kennzeichen freigerubbelt werden. Fehlt eines von beidem, bricht das Portal ab. Wie der Antrag im Einzelnen abläuft, steht unter Auto online abmelden über i-Kfz.

Auch außerhalb der Behörde wird die Nummer gebraucht. Der Kaufvertrag über ein Fahrzeug bezeichnet den Kaufgegenstand über die FIN, die Versicherung führt den Vertrag darüber, und bei der Verwertung nennt der Verwertungsnachweis sie ebenfalls. Wer sein Fahrzeug abgibt oder verschrottet, findet die Abläufe unter Auto abmelden beim Verkauf und Auto abmelden und verschrotten.

Wenn die Papiere fehlen

Sind Zulassungsbescheinigung Teil I oder Teil II verloren gegangen, ist die FIN oft die einzige Angabe, die sich noch beschaffen lässt – nämlich direkt am Fahrzeug. Lesen Sie sie dort ab, bevor Sie zur Behörde gehen. Mit ihr kann die Zulassungsstelle das Fahrzeug im Register auffinden, auch ohne die Papiere in der Hand zu haben. Der Online-Weg scheidet in diesem Fall aus, weil die Sicherheitscodes auf den fehlenden Dokumenten stehen. Welche Nachweise dann verlangt werden und wie der Ersatzweg aussieht, beschreibt Auto abmelden ohne Papiere. Welche Stelle für Sie zuständig ist, finden Sie im Verzeichnis der Zulassungsstellen.

Wie vertraulich ist die FIN?

Die FIN ist kein Geheimnis. Sie ist bei vielen Fahrzeugen von außen durch die Windschutzscheibe ablesbar, sie steht in Kaufverträgen, in Werkstattrechnungen und in Verkaufsanzeigen, und das aus gutem Grund, denn Käufer sollen ein Fahrzeug eindeutig identifizieren können. Sie ist aber auch nicht völlig belanglos: Über die FIN lassen sich Fahrzeughistorien abfragen, und sie taucht in Unterlagen auf, die Sie sonst nicht herumzeigen würden.

Ein vernünftiger Mittelweg sieht so aus. Geben Sie die FIN dort an, wo sie zur Sache gehört, also bei Behörde, Versicherung, Werkstatt und ernsthaftem Kaufinteresse. In einem öffentlichen Inserat oder auf Fotos, die Sie ins Netz stellen, muss sie nicht stehen. Versprechen, dass daraus ein konkreter Schaden folgt oder eben nicht folgt, können wir Ihnen nicht geben. Belegbar ist nur, dass die Nummer identifizierend ist und deshalb sparsam verteilt gehört.

Häufige Fragen zur FIN

Wo steht die FIN in der Zulassungsbescheinigung?
In der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E. Dasselbe Feld trägt sie in Teil II. Die Feldkennungen sind europaweit einheitlich, die FIN steht deshalb in jedem Mitgliedstaat an derselben Stelle des Papiers.
Sind FIN und VIN dasselbe?
Ja. VIN steht für die englische Bezeichnung Vehicle Identification Number und FIN für Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Gemeint ist dieselbe Nummer. "Fahrgestellnummer" ist der ältere deutsche Ausdruck dafür.
Wie ist die FIN aufgebaut?
Sie hat 17 Stellen aus Ziffern und Großbuchstaben. Die Buchstaben I, O und Q kommen nicht vor, weil sie mit den Ziffern 1 und 0 verwechselt werden könnten. Umlaute und Sonderzeichen enthält eine FIN nicht.
Wo finde ich die FIN am Fahrzeug selbst?
Sie ist dauerhaft in die Karosserie eingeschlagen und zusätzlich auf dem Typschild vermerkt. Bei vielen Fahrzeugen ist sie durch ein Sichtfenster am unteren Rand der Windschutzscheibe ablesbar. Sonst findet sie sich je nach Bauart im Motorraum, in der Türöffnung oder unter der Bodenmatte des Beifahrerfußraums.
Wofür brauche ich die FIN bei der Abmeldung?
Für die Online-Außerbetriebsetzung über i-Kfz. Dort weisen Sie das Fahrzeug über die FIN und die verdeckten Sicherheitscodes aus. Am Schalter genügen die Papiere, denn die FIN steht dort ohnehin darin.

Wofür Sie die Nummer im Verfahren brauchen und was sonst noch dazugehört, steht im Überblick über die Abmeldung.

Quellen und Stand

Alle Angaben auf dieser Seite wurden am 30. Juli 2026 gegen die folgenden Quellen geprüft. Verfahren und Gebühren können sich ändern und je nach Zulassungsbehörde abweichen – verbindlich ist allein die Auskunft der für Sie zuständigen Stelle.